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UNI NOVA WISSENSCHAFTSMAGAZIN DER UNIVERSITÄT BASEL 111 - Darwin und die Evolution
Woher kommt es, dass die Formen des Lebens derart verschieden aussehen? Das war die Ausgangsfrage, mit der sich der Naturforscher Charles Darwin im 19. Jahrhundert beschäftigte. Seine vor 150 Jahren veröffentlichte Evolutionstheorie sollte die Wissenschaft auf den Kopf stellen: Danach spalten sich die Arten immer wieder auf, entwickeln sich weiter oder verschwinden; jene, die sich am besten anpassen können, überleben, die anderen sterben aus. Die Hauptaussagen von Darwins visionärer Theorie wurden inzwischen von der modernen Wissenschaft bestätigt (Bild: Fotografie von Charles Darwin im Alter von 46 Jahren).
Dieter Ebert Wie Darwin die Welt veränderte
200 Jahre nach der Geburt von Charles Darwin und 150 Jahre nach der Veröffentlichung seines Hauptwerks über die Entstehung der Arten ist die Evolutionsbiologie stark im Aufschwung. Darwins Einfluss auf das moderne Weltbild ist nicht wegzudenken.
Im modernen Sinn der Karriereplanung wäre Darwin eher ein negatives Beispiel: Sein Medizinstudium in Edinburg brach er ab, und das Theologiestudium in Cambridge brachte er ohne grosse Motivation nur bis zum Bachelor. Kurz vor Prüfungen vollzog er jeweils Kraftakte, um sie doch noch zu bestehen. Seine Freizeit war ihm weit wichtiger. Er ging einer Reihe von Hobbys nach und zeigte dabei einen Charakterzug, den er sein ganzes Leben lang beibehalten würde: Was immer er gerne machte, machte er gründlich und mit Hingabe. mehr...
Walter Salzburger Über die Entstehung der Arten
 Die Frage, wie es zur Entstehung von neuen Arten und damit von Biodiversität kommt, steht noch immer im Zentrum der Evolutionsbiologie. Mit modernsten Methoden versucht man, zu ergründen, was Darwin noch nicht wissen konnte.
Es sei eine erhabene Ansicht, meint Darwin im letzten Satz seiner bahnbrechenden Abhandlung „Über die Entstehung der Arten“, „dass, während sich unsere Erde nach den Gesetzen der Schwerkraft im Kreise bewegt, aus einem so schlichten Anfang eine unendliche Zahl der schönsten und wunderbarsten Formen entstand und noch weiter entsteht“. Die revolutionäre Idee einer evolvierten und evolvierenden Welt verdanken wir neben dem grossen Naturforscher Darwin zu einem nicht unwesentlichen Teil auch seinem Kollegen Alfred Russel Wallace (1823–1913). Darwins Verdienst war es, die Idee auszuformulieren und die Basis für jene Theorie zu schaffen, auf der die gesamte moderne Biologie aufbaut. Der Veränderlichkeit der Arten kommt hier zweierlei Bedeutung zu: Es ist die Ausgangsbeobachtung, die zu Darwins Entdeckung führte, und gleichzeitig notwendige Konsequenz des von ihm postulierten Evolutionsprozesses.. mehr...
Christoph Dieffenbacher Geographin zwischen Dreiland und Asien
 Sie befasst sich mit Fragen vom Standortmarketing der Region Basel bis zu Problemen des Katastrophenmanagements in Asien: Die Humangeographin Rita Schneider-Sliwa forscht in Weltgegenden, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Beruflich wie privat versucht sie, einen Beitrag gegen die Armut zu leisten.
Vor ihrem Büro steht ein riesiger alter Globus, hinter der Tür hängt eine Reliefkarte der Schweiz und auf freien Regalen liegen verschiedene Objekte: eine kleinere Steinesammlung, ein Fernrohr und ein Navigationsgerät. Dass hier eine Person arbeitet, die mit Geographie zu tun hat, ist augenfällig. Der Besucher trifft Rita Schneider-Sliwa kurz vor einer mehrwöchigen Exkursion mit ihren Studierenden in das grösste Industriegebiet Chinas, eine dicht besiedelte Gegend rund um Hongkong und das Perlflussdelta. Die Koffer sind gepackt, das Gespräch kann beginnen. mehr...
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