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UNI NOVA WISSENSCHAFTSMAGAZIN DER UNIVERSITÄT BASEL 107 - Pflanzen
Die Pflanzen bestimmen mit über 90 Prozent der Biomasse das Gesicht unserer Erde. Die Blätter ihrer Blüten stehen im Dienst der geschlechtlichen Fortpflanzung: entweder indirekt als Schutz- oder Anlockungsorgane oder direkt durch die Bildung der männlichen und weiblichen Fortpfl anzungsorgane. Pflanzen schaffen es, auch unter den kärglichsten Bedingungen zu überleben. Sie treiben auch in heissen Wüsten und im Schutt und Geröll des Hochgebirges ihre Blüten.
Christian Körner Kann der Wald die Atmosphäre retten?
Werden Bäume in einer CO2-reichen Zukunft mehr Kohlenstoff aufnehmen und so die Luft entlasten? Die Resultate eines Basler Experiments mit erwachsenen Waldbäumen trüben diese Hoffnung.
Wir leben in einer mengenmässig vom Element Kohlenstoff beherrschten Biosphäre. Sind auch andere Welten denkbar? Kaum, folgt man dem Nobelpreisträger Manfred Eigen. Sollte es andere belebte Welten geben, basieren sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls auf Kohlenstoff. Sein Atom spielt mit seinen vier Valenzen (Bindungsstellen) eine alles überragende Rolle im Leben. Rund die Hälfte aller lebenden Substanz besteht aus Kohlenstoff (wenn man das Wasser vorher abzieht). Theodore D. Saussure entdeckte um 1800 in Genf, dass die Pflanzen ihren Kohlenstoff aus der Luft in Form von Kohlendioxid (CO2) beziehen und nicht, wie bis damals angenommen, aus dem Boden saugen. mehr...
Jürg Stöcklin Vom Überleben in den Alpen
Alpine Pflanzen haben sich an die besonderen Verhältnisse in grosser Meereshöhe angepasst. Basler Forschende untersuchen, welche genetischen, demographischen und reproduktiven Strategien sie dazu benutzen.
Die Landschaft der Alpen zeichnet sich durch eine grosse Heterogenität von Bedingungen aus, die für Pflanzen überlebenswichtig sind. Topographie, Bodenverhältnisse und Mikroklima ändern sich über kurze Distanzen. Die Vegetationszeit ist verkürzt. Im Frühjahr kann der Schnee lange liegen bleiben. Wenn im Gebirge die Sonne nicht scheint, bleiben die Blütenbesucher sofort weg, weil es zu kalt ist. Im Herbst kann Frühfrost verhindern, dass Samen rechtzeitig reifen. mehr...
Christoph Dieffenbacher Theoretiker in der Wirtschaftswelt
Er forscht über Anreize und Optionen, Eigentum und Risikokapital, denkt aber auch über Partnersuche, Entscheidungen unter Unsicherheit oder Kommunikation unter Tieren nach – die Interessen des Ökonomieprofessors Georg Nöldeke sind breit gefächert.
Er sehe sich eigentlich als langweiligen Menschen, warnt er. Doch das sollte einen nicht davon abhalten, Georg Nöldeke, den Professor für Nationalökonomie, in seinem Büro zu besuchen. In dem hellen und ruhigen Hinterhaus-Raum, in dem auf Regalen bunte Kinderzeichnungen auf Leinwand stehen, ergibt sich ein längeres Gespräch. Dabei erscheint das Gegenüber als durchaus unterhaltsame Persönlichkeit mit trockenem Humor, aber auch als kritischer und selbstkritischer Zeitgenosse. Nöldeke gilt im deutschsprachigen Raum als einer der erfolgreichsten jüngeren Wirtschaftswissenschaftler. mehr... |