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Nachwuchsförderung fängt bei den Kleinen an
Die Kleinbasler Theobald Baerwart-Primarschule verwandelt sich während einer Woche in ein riesiges Labor. Rund 100 Kinder werden von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Münchenstein durch eine bunte Auswahl an Experimenten geführt. Unterstützt und vorbereitet wurden die Gymnasiasten dabei von Fachleuten der Universität Basel.
Aufgeregt schauen die Erst- und Zweitklässler auf das Reagenzglas, das vor ihnen auf dem Tisch steht. Durch das Zugeben von Salz fängt die Wasserlösung an, Blasen zu erzeugen. Konzentriert arbeitet auch die zweite Nachwuchsforschergruppe: Sie experimentiert mit Wärme, indem sie selbst gebastelte Heissluftballons steigen lässt. In verschiedenen Experimenten, die thematisch die fünf Bereiche Wasser, Farbe, Handelsreisen, Luft und Leben im Bach berühren, erfahren die Primarschüler während der Experimentierwoche mehr über physikalische Gesetze.
Die Projektwoche soll bei den Kindern das Interesse an Technik und Naturwissenschaften wecken, gleichzeitig profitieren auch die Gymnasiasten der Schulklasse 3B des Gymnasiums Münchenstein. Sie haben sich zusammen mit ihrem Klassenlehrer Dr. Tibor Gyalog vorgängig in die Versuche eingearbeitet und können ihr erworbenes Wissen nun weitergeben. «Es macht sehr viel Spass mit den Kindern und ist eine willkommene Abwechslung», beschreibt eine 18-jährige Gymnasiastin ihre erste Unterrichtserfahrung.
Kindergerechte Experimente Initiiert wurde die Naturwissenschafts- und Technikwoche von den Lehrerinnen Nicole Traber und Katja Reichen, die an der Theobald Baerwart-Primarschule unterrichten. Unterstützt werden sie dabei von Dr. Martin Guggisberg vom Departement Mathematik und Informatik der Universität Basel sowie von Dr. Tibor Gyalog, Dr. Christel Möller und Meret Hornstein vom Swiss Nanoscience Institut. Die vier Fachleute hatten bereits für das 550-Jahr-Jubiläum der Universität Basel ein breites kindergerechtes Experimentierprogramm entwickelt.
Die Organisatoren möchten mit der Experimentierwoche auch einen Beitrag dazu leisten, das Interesse für Naturwissenschaften zu fördern. Naturwissenschaftliche und technische Studiengänge und Berufe haben ein Nachwuchsproblem, wobei oft ein Mangel an Interesse konstatiert wird. Die Projektverantwortlichen sind überzeugt, dass man die Faszination schon früh wecken und danach weiter pflegen muss, bis die Studien- und Berufswahl ansteht.
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