Schriftzug der Universität Basel       Kapitelbild oben rechts
DeEng  |  Home  |  SUCHE DOKUMENTE SITEMAPKONTAKT NEWSLETTER
AKTUELLUNIVERSITÄTSTUDIUMFORSCHUNGWEITERBILDUNGUNI-LEBENUNI-INTERN
   

#allg_leerbild#

Ehrenpromotion der Philosophisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Laudatio

Günther E. Thüry

Die Philosophisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Basel verleiht die Würde eines Doktors der Philosophie ehrenhalber an

Herrn lic. phil. Günther E. Thüry, von Österreich

  • der mit grossem interdisziplinärem Verständnis archäologisches und kulturgeschichtliches Wissen mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen verknüpft und verifiziert hat,
  • der dadurch neue Einblicke in die Bereiche Umwelt und Wirtschaft sowie Gesundheitswesen, Ernährung, Hygiene und Abfallentsorgung der Menschen während der römischen Epoche gewonnen hat,
  • der durch seine hervorragende, von der Wissenschaftlichkeit geleitete Arbeitsweise das interdisziplinäre Verständnis der römischen Archäologie gefördert hat.

Lebenslauf
Günther Thüry ist 1950 in Wien geboren. Er studierte Ur- und Frühgeschichte, Latein und Altgriechisch in Tübingen und Basel, wo er 1977 das Lizentiat erwarb. Während und nach dem Studium arbeitete Günther Thüry beimAmt für Museen und Ausgrabungen des Kantons Basel-Landschaft als Grabungsnumismatiker. Seit 1980 ist er vorwiegend als Universitätslektor am Fachbereich Altertumswissenschaften der Paris-Lodron-Universität Salzburg und als Gymnasiallehrer am Max-Planck-Gymnasium Böblingen (Baden-Württemberg) tätig. Gastlektorate führten ihn an die Universität Wien, an die Universität Basel im Rahmen des MGU-Programms sowie an die Universität Leipzig.

Zu dieser Lehrtätigkeit an Universität und Schule treten Forschung und Publikationen auf dem Gebiet der Altertumswissenschaften und verschiedene didaktische Aufgaben im Bereich der Lehrerfortbildung, der Erwachsenenbildung und in Form der Gestaltung von Ausstellungen.

Würdigung durch die Philosophisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
In der wissenschaftlichen Karriere von Günther E. Thüry zeigte sich schon früh ein tiefes Interesse an naturwissenschaftlich überprüfbaren kulturgeschichtlichen Frage stellungen. So setzte er Aussagen aus schriftlichen Quellen zur Ernährungs geschichte, zur Hygiene oder zur Umweltgeschichte in römischer Zeit mit naturwissen schaftlichen Ergebnissen in Beziehung. Durch dieses Vorgehen konnte er den Aussagegehalt und die Interpretation der schriftlichen Quellen naturwissen schaftlich überprüfen oder bewerten.

Günther E. Thüry setzt als geisteswissenschaftlich gebildeter Archäologe naturwissenschaftliche Methoden ein und erzielt damit einen erheblichen Erkenntnis gewinn in Forschungsbereichen der provinzialrömischen Archäologie, welche aus streng geisteswissenschaftlicher Sicht in der Regel nicht Gegenstand der Forschung sind.

So beschäftigt er sich mit der Nahrungszusammensetzung, der Bedeutung und Geschichte einzelner Nahrungs mittel, dem Gesundheitszustand der Bevölkerung, den hygienischen Verhältnissen, der frühen Umweltproblematik, Abfallentsorgung oder auch mit der Gartenkonstruktion in römischer Zeit nördlich der Alpen. Er hat dazu zahlreiche kleinere und grössere selbständige monographische Publikationen sowie wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Artikel publiziert und eine grosse Anzahl von Lehrveranstaltungen an verschiedenen Universitäten abgehalten.

Günther E. Thüry kommt im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tätigkeit das grosse Verdienst zu, natur- und geisteswissenschaftliche Methoden, Fragestellungen und Ergebnisse in interdisziplinärer Weise zu verknüpfen. Dieses Vorgehen ermöglicht interessante kulturgeschichtliche Forschungen. Er verfolgt damit einen neuen, innovativen Forschungsansatz, welcher der Archäologie neue Erkenntnisse zu vermitteln vermag.

#allg_leerbild#



Letzte Aktualisierung: 30.11.2007
Beitrag Drucken
Beitrag mailen
#allg_leerbild#
#allg_leerbild# #allg_leerbild#
Leerbild
#allg_leerbild#
#allg_leerbild#
Kontakt #allg_icon_schmuck#
#allg_leerbild#
#allg_leerbild#
#allg_leerbild#
#allg_leerbild#

Universität Basel
Adjunkt des Rektors
Dr. Beat Münch
Petersgraben 35
CH-4003 Basel

Tel. +41(0)61 267 30 32
Fax +41(0)61 267 30 03
beat.muench@unibas.ch

#allg_leerbild#
Zurück Zurück Zurück   Drucken
©Universität Basel  |  Impressum  |  
Footer der Universität Basel 16/04/2014