Andreas Pfaltz erhält Chirality Medal 2016
Prof. Andreas Pfaltz, emeritierter Professor für Organische Chemie an der Universität Basel, erhält die Chirality Medal 2016 für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Chiralität.
01. April 2016
Der Chemiker Prof. Andreas Pfaltz bekommt die Auszeichnung für seine wegweisenden Beiträge auf dem Gebiet der enantioselektiven Synthese, einem wichtigen Teilgebiet der Chemie. Darunter versteht man eine chemische Reaktion, die durch einen sogenannten chiralen Katalysator so gesteuert wird, dass von zwei spiegelbildlich gebauten Molekülen möglichst nur eines entsteht.
Breite Anwendung
Neben dem Design chiraler Liganden und Metallkatalysatoren gilt das Forschungsinteresse von Pfaltz auch der Entwicklung neuer massenspektrometrischer Screeningmethoden. Als wertvolle Reagenzien haben die von seiner Forschungsgruppe entwickelten Liganden und Katalysatoren breite Anwendung in der chemischen Synthese gefunden.
Andreas Pfaltz, geboren 1948, ist seit 1990 am Departement Chemie der Universität Basel tätig, unterbrochen von einer Tätigkeit als Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr von 1995 bis 1998. Seit dem Sommer 2015 ist er emeritiert.
Die Chirality Medal
Die Chirality Medal würdigt international anerkannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die herausragende Beiträge auf dem Gebiet der Chiralität geleistet haben. Der Preis wurde 1991 durch die Società Chimica Italiana eingerichtet und wird jährlich vergeben.
Dem Chirality Medal Honor Committee gehören neben den Mitgliedern des Chirality International Committees auch frühere Preisträger an. Die Preisübergabe wird im Rahmen des «28. Internationalen Symposiums über Chiralität» am 24. Juli 2016 in Heidelberg erfolgen.